Warum wir so oft automatisch zum Handy greifen
In meiner Arbeit als Coach und Mentorin begegnet mir ein Thema immer wieder – quer durch Branchen, Rollen und Erfahrungslevel: Bewusstheit.
Bewusstheit darüber, was gerade geschieht.
Bewusstheit darüber, warum wir tun, was wir tun.
Und Bewusstheit als Grundlage für klare, bewusste Entscheidungen.
Gerade Menschen in Führungs- und Entscheidungsrollen sind es gewohnt, schnell zu reagieren.
Situationen einzuordnen.
Impulse umzusetzen.
Und genau hier beobachte ich ein sehr alltägliches, fast unsichtbares Muster – bei Klient:innen ebenso wie bei mir selbst:
Sobald ein besonderer Moment entsteht, greifen wir automatisch zum Handy.
Wir fotografieren. Wir filmen. Wir halten fest.
Nicht aus Eitelkeit.
Sondern aus Reflex.
Der Handy-Reflex – was hier wirklich passiert
Forschungen zeigen inzwischen recht deutlich:
Wenn wir Erlebnisse parallel dokumentieren, prägen wir sie uns schlechter ein.
Studien aus der Kognitionspsychologie legen nahe, dass das Gehirn in solchen Momenten nicht die Erfahrung selbst speichert, sondern den Ort, an dem sie abgelegt ist – etwa ein Foto oder ein Video.
Unbewusst entsteht die Haltung: Ich kann mir das später noch anschauen.
Das hat Folgen:
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Erlebnisse werden weniger intensiv erinnert
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Emotionale Tiefe geht verloren
-
Wir erleben uns selbst stärker als Beobachter:innen statt als Beteiligte
Auch Untersuchungen zeigen, dass ein sichtbarer Bildschirm zwischen uns und dem Geschehen die emotionale Beteiligung reduziert.
Der Moment wird registriert – aber innerlich nicht vollständig verarbeitet.
Warum das für Führung und Entscheidungen relevant ist
Was hat das mit Business, Führung oder bewussten Entscheidungen zu tun?
Mehr, als es auf den ersten Blick scheint.
Bewusste Entscheidungen entstehen nicht nur aus Analyse, Erfahrung oder Wissen.
Sie entstehen aus innerer Klarheit.
Und Klarheit setzt voraus, dass wir wahrnehmen, was wirklich geschieht –
nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.
Wenn Wahrnehmung ständig nach außen verlagert wird,
wenn wir Erlebnisse sofort festhalten, teilen oder absichern,
verkürzt sich dieser innere Raum.
Entscheidungen werden dann schneller –
aber nicht unbedingt bewusster.
Ein bewusstes Experiment
Aus dieser Beobachtung heraus habe ich ein bewusstes Experiment entwickelt, das ich aktuell weitergebe.
Kein Verzicht.
Kein Verbot.
Keine Selbstoptimierung.
Sondern eine Einladung zur bewussten Unterbrechung eines Reflexes.
Immer dann, wenn der Impuls entsteht, einen Moment sofort festzuhalten:
-
kurz innehalten
-
wahrnehmen, was gerade geschieht
-
beobachten, was dieser Reflex eigentlich sichern möchte
Nicht mit dem Ziel, „es besser zu machen“.
Sondern um Bewusstheit zu schaffen – genau dort, wo sonst Automatismen übernehmen.
Mir war dabei eines wichtig:
Ich wollte kein weiteres Journaling, keinen Fragenkatalog und keine klassische Reflexionsübung entwickeln.
Davon gibt es viele – und sie haben ihren Platz.
Dieses Experiment ist bewusst anders.
Es ist eine Challenge im Alltag, mitten im Moment.
Dort, wo der Reflex entsteht – und eine bewusste Entscheidung möglich wird.
Der Onepager als Reflexionshilfe
[ONEPAGER "Momente"]
Zur Begleitung dieses Experiments habe ich einen schlichten Onepager entwickelt.
Kein klassisches Arbeitsblatt.
Kein Coaching-Tool im engen Sinn.
Sondern ein Reflexionstool auf Papier.
Er hilft dabei:
-
über einen Zeitraum hinweg zu beobachten
-
Muster und Impulse wahrzunehmen
-
ohne Bewertung, ohne Messung
Du kannst ihn nutzen, wie es für dich passt:
mit wenigen Markierungen, einzelnen Notizen oder nur punktuell.
Dieser Onepager ist ein Raum für Reflexion – ohne Bewertung.
Hier kannst du ihn herunterladen >>
Warum ich dieses Experiment teile?
Bewusstheit ist für mich kein abstraktes Konzept.
Sie zeigt sich im Alltag – und in der Qualität unserer Entscheidungen.
Dieses Experiment ist eine direkte Verlängerung dessen, was ich im Coaching und Mentoring begleite:
innehalten, reflektieren, bewusst entscheiden.
Und zugleich ist es Teil eines größeren Denkraums, den ich aktuell weiter öffne –
für Menschen, die Systeme nicht nur nutzen, sondern von innen bewusst gestalten wollen. Wenn dich das Thema interessiert, dann schau am besten hier bei Soul meets System und dem Culture Space vorbei.
Vielleicht beginnt genau hier etwas Wichtiges:
zwischen Moment und Reflex.
Du willst bewusster entscheiden?
Bewusstheit ist für mich kein theoretisches Konzept,sondern die Grundlage für klare Kommunikation,
bewusste Entscheidungen und souveräne Führung.
Wenn du merkst, dass dich diese Themen im Business,
in deiner Führungsrolle oder in einer konkreten Entscheidung beschäftigen, begleite ich dich gern im Coaching oder Mentoring.
Schau doch mal hier im Business Coaching vorbei oder buche dir ganz unkompliziert hier einen Termin für ein Kennenlernen.
Lass uns unverbindlich sprechen, wie ich dich dabei unterstützen kann, Klarheit zu gewinnen und deinen authentischen Weg im Business zu stärken.
Ich freue mich, wenn du beim Lesen interessante Infos und gute Impulse für dich mitgenommen hast und wenn du bald wieder vorbei schaust. Schreib mir gerne, wenn du eine Frage hast oder den Wunsch, intensiver weiter zu arbeiten.
Deine Elke ♡